Donnerstag, 17. Dezember 2009

Rekapitulation

KAPITEL: 1


"Das Problem bei deiner Schwester ist, dass sie sich überwiegend um seine Freunde kümmert. Und am Ende sind alle nur am meckern und sie steht da... mit nichts..."

Ich habe heute nach getaner Arbeit mein Vater (endlich) wiedergesehen. Natürlich ist er mein Stiefvater, aber von ihm habe ich vieles gelernt. Wenn ich mich an alte Zeiten erinnere sagte er mal einst zu mir: "Yogi! Im Grunde sind alle Menschen bekloppt." Früher bekam ich immer "liebevolle" Kosenamen wie etwa "Yogi" oder "Fuzzi". Ab und zu wenn Freunde da waren... Um mich etwas zu necken nannte er mich auch mal "Pansen" oder "Brein". Da Deutsche meinen zweiten Namen nicht kunstvoll und mit einwenig Eleganz aussprechen konnten entschied ich mich auf den Namen "Robert". Doch Zuhause ist "Breieen" immer noch im Gebrauch. Ich kann mich noch erinnern, als meine Mutter in meiner Ausbildungsstelle hineinkam und nach "Bryan" suchte. Eine Kellnerin kam dann kurz darauf in die Küche und fragte, ob wir einen Praktikanten namens "Bryan" hätten. Ich schmunzelte und wusste, wenn ich aus dieser Tür rauslugte, draußen meine Familie war.
Es waren Ewigkeiten seit ich meinen alten Herrn gesehen hatte. Zuletzt wohl am ersten Mai diesen Jahres. Die Zeit stürmte davon. An diesem Tag hörte ich auch zum ersten Mal "Pokerface" von Lady Gaga auf der Maifeier meiner Schwester. Ich rannte auf jeden zu und stach jedem ins Gesicht und schrie voller Euphorie: "Poke poke poke poke poke poke poke poke poke ya face!"

Über meinen Vater kann ich Bände schreiben.
Durch ihn habe ich gelernt, dass auch der härteste auf der Welt Empfindungen hat. Dass der Gesündeste Mensch eine Krankheit erleidet und dass Frauen nur eines im Sinn haben... Und zwar die totale Zerstörung des Selbstgefühls.


KAPITEL: 2
Heute bin ich quasi erfolgreich umgezogen. Manche habe sich schon gefragt: "Altah! Wieder umziehen? Du bist doch gerade erst nach Osnabrück gezogen und dann schon wieder...?" Um ehrlich zu sein... Ich habe schlicht und einfach den Raum gewechselt. Mein Mitbewohner und ich habe uns darauf geeinigt, dass es doch besser wäre, wenn er das größere Zimmer bekommt und Ich mit meiner Ausstattung das kleine Zimmer okupiere. Und heute Abend verstand ich den Grund seines Anliegens.
Vielleicht hier eine kleine Rückreise:
Vorgestern Mittag klopfte mein Mitbewohner gestresst, wie ein Koch halt ist, an meiner Tür und stürmte dezent in mein Zimmer. "Robert? Bist du wach?" Natürlich war ich wach... Er wedelte mit einem Bündel voll Geld und wieß mich darauf hin, das gleich die Transportfirma hier auftauchen sollte um das Bett zu liefern. Dazu verkündete er noch, dass er in der Küche gebraucht wurde und er schnellstens dort stehen solle. So schnell wie er rein kam, so schnell war er auch schon wieder draußen. Es fehlten nur noch die animierten Staubwolken und das berühmte "Ziiiuuuuum!" Geräusch.
Nach ca. 30 Minuten klopfe ein Russe an der Tür.

RUSSE: "Challo! Is chier Rrichtik?"
ICH: "Ah... Haben sie das Bett?"
RUSSE: "Jia... Ich chabe tausend mal gechlingelt, abba es chat keinier auuf gemacht."
ICH: "Sorry... Klingel putt."
RUSSE: "Siend drei große Pakiete. Aber ich slieeppe es nicht bis chier oben."
ICH: "Klar... Aber bis unten können sie das hinschieben. Mit 'nem Hubteil... Dings... Hier... wie heißt das?"
RUSSE: "Chupwagien..."

Worauf ich eigentlich hinaus wollte...
Heuten Abend, nach der Arbeit, nachdem ich das Fernsehen bei meinem Vater geholt habe, bestaunte ich meinen neu eingerichtetes Zimmer und besuchte meinen Mitbewohner im Nebenzimmer... Und empfand pures NEID! Ja, gut... nicht Neid, aber ich staunte nicht schlecht, als er mir sein neues Bett präsentierte. Ein Raumschiff... Ein Monstrum von Bett. Es nahm die Hälfte an Raum und wenn es Reifen hätte, hätte man damit wegfahren können. Ein riiiieeeesseeeennn Bett.
Und dann hab ich nachvollziehen können, warum er das Größere Zimmer haben wollte.

Aber ehrlich...


KAPITEL: 3
Ich finde es hier in meinem neuen Raum ziemlich bequem.


So sieht es aus, wenn man rein guckt. Es ist sehr Kompakt und gemütlich. Wie ich es eigentlich haben möchte.
Heute fand ich noch alte selbstgemalte Bilder von mir, die ich aus Frust und Demotivation gemalt habe.
Man betrachte dieses Foto...



Links oben sind die Bilder. Eine kleine Sammlung meiner Lieblingmärchen "Schneeweißchen und Rosenrot", "Frau Holle" und "Rotkäppchen". Zwar bisschen kacke gemalt, aber ich wollte es kindlich halten und nach tagelangem Malen auf einer Einkaufspassage in Hamburg mit meiner alten Projektgruppe, hatte ich das bedürfniss mich zu besaufen und einfach Blödsinn zu machen. Worauf mich meine Dozentin mich dann anlächelte und sagte: "Wenn ich nicht wüsste was du kannst, würde ich dein Bild kaputt machen und dich nach Hause schicken."



Und zum Schluss noch meine Arbeitsfläche. Jetzt habe ich nicht nur mehr Platz um arbeiten, sondern habe auch noch genug Fläche um den totalen Chaos zu vollziehen.


Ich danke Dani für die Kooperation an der Gestalltung und Scheißarbeit. Sergey danke ich für den Schrank und Rollanden und alle Menschen die an mich Gedacht haben.

2 Kommentare:

  1. Moin, da weht also der Umzugswind her. Habe tatsächlich die von dir genannte Frage im Kopf gehabt. Jetzt fehlt dir noch das Riesenbett oder?
    Sieht aber schick aus bei dir. Muss ich mir mal in Echt ansehen demnächst. Warum sieht Dani eigentlich so fertig aus auf deinen Bildern oder ist das momentan immer so? Der klang auch nicht so freudig am Handy.

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  2. sieht cool aus. würde dir aber ein bett empfehlen, sonst sieht es ein bisschen nach dieser anti-aids kampagen aus;-P

    http://www.ondamaris.de/wp-content/uploads/2009/05/09-00002_mm_az_a4_hochformat_teil_1indd.jpg

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